Die Pflicht zu unserem Wunschleben

Haben wir eine Pflicht zu unserem Wunschleben?
Sollten wir die Pflicht haben, unsere Wünsche zu leben?

Die Frage mag verwundern: ob wir eine Pflicht zu unserem Wunschleben haben. Aber lassen wir uns doch ruhig einmal auf diese Frage ein! Wenn sie sich als Blödsinn entpuppt, können wir sie immer noch in den Papierkorb klopfen.

Nun gut! Sind Sie denn nicht der Meinung, dass es Ihre Aufgabe, Ihr Lebenssinn und Ihre Pflicht ist, Ihr Potential, Ihre Fähigkeiten, Ihr Liebe und Ihre Persönlichkeit soweit als möglich zu entfalten? Oder meinen Sie, es reiche ja ein wenig zu entfalten und der Rest könne ja ungenutzt im Verborgenen altern.

In was für einer Gesellschaft würden wir denn leben, wenn die meisten Menschen diese Haltung in sich trügen? – Oder leben wir gar in einer solchen unentwickelten, unterentwickelten, unreifen Gesellschaft?

Nun ja; vielleicht sollten wir uns nicht zu sehr an den anderen und deren Wollen und Wünschen oder auch Nicht-Wünschen orientieren. Bleiben wir doch bei uns selbst!

Was für ein Mensch wollen Sie denn sein?

Was für ein Mensch in unserer Gesellschaft wollen Sie sein? Was für ein Lebenspartner wollen Sie sein? Was für ein Vater, was für eine Mutter, was für ein Bruder oder eine Schwester … wollen Sie sein?

Was für einen Lebenspartner, Vater, Mutter, Bruder oder Schwester … würden Sie sich denn wünschen? Jemanden, der seinen Geist und sein Leben verwirklicht? Oder würden Sie sich jemanden wünschen, der nur stumpf vor sich hindümpelt?

Würden Sie Ihren Lieben nicht auch aus reinem Herzen raten:

Mach was aus Dir!

Ja, das ist leicht gesagt. Dürfen wir uns denn nicht auch selbst dasselbe sagen, nämlich dass wir etwas aus uns machen sollen? –Wie ist es nun also bestellt mit der Pflicht zu unserem Wunschleben? Haben wir nicht eine Pflicht zu unserem Wunschleben? Zum Nutzen aller! Zum Nutzen unserer Partnerinnen und Partner, zum Nutzen aller unserer Angehörigen, zum Nutzen der ganzen Gesellschaft, zum Nutzen der ganzen Menschheit?

Das sei doch ein wenig zu hoch gegriffen, finden Sie? – Nein, das finde ich ganz und gar nicht. Denn Menschen welcher Art wollen sie in der Welt begegnen? – Doch sicherlich Menschen, die Sie faszinieren können! Menschen eben, die etwas aus sich gemacht haben!

Doch, Hand aufs Herz: Tun wir selbst das auch zur Genüge? Wie viele Minuten im Jahr kümmern wir uns darum, wirklich etwas aus uns selbst zu machen? Wieviel Zeit, Kraft und Muße bringen wir wirklich auf, um der Pflicht zu unserem Wunschleben nachzukommen?

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