Die Freiheit zu unserem Wunschleben

Haben wir die Freiheit, unsere Wünsche zu leben?
Haben wir die Freiheit zu unserem Wunschleben?

Ich meine sehr wohl, dass wir, wir alle, die Freiheit zu unserem eigenen Wunschleben haben. Dass wir die Freiheit haben, unsere Wünsche zu leben. Zumindest besitzen wir ganz sicher die Freiheit, einmal in Ruhe und Muße über das Leben nachzudenken, das wir uns eigentlich wünschen würden, wenn wir doch nur wünschen dürften …

Ja, das Wunschleben, das wir uns möglicherweise wünschen würden, egal ob wir nun wünschen dürften oder nicht, sobald wir über unser Wunschleben nachzudenken begännen! – … sobald wir darüber nachzudenken begännen … – … wenn wir doch nur begännen …

Spüren Sie auch die Angst in sich aufsteigen? – Was alles passieren könnte, wenn wir über unsere Wünsche nachdächten! Womöglich könnten wir mit unserem jetzigen Leben niemals mehr glücklich oder zumindest halbwegs zufrieden sein. Und wirklich glücklich sind ja die wenigsten unter uns. Oder täusche ich mich da?

Allein der Gedanke, einmal über die eigenen Wünsche wirklich nachzudenken, erscheint wie ein Giftbecher, wie ein Kelch voller gefährlicher Dämonen. Wer diesen Becher, diesen Kelch leert, ist verloren! Und wer klug ist, sucht das Weite. Oder etwa nicht?

Werden wir die Freiheit wagen?

Ich frage noch gar nicht, ob wir uns die Freiheit zu unserem Wunschleben nehmen werden. Ich frage nur, ob wir uns die Freiheit nehmen wollen, über unsere wahren Wünsche einmal in aller Ruhe und Muße nachzudenken!

Dieser Schritt ist keine Kleinigkeit. Er ist tatsächlich gefährlich. Möglicherweise bleibt kein Stein auf dem anderen. Möglicherweise beginnen die Mauern unseres selbst gezimmerten Gefängnisses gehörig an zu wackeln. Und möglicherweise stürzen diese Mauern ein. Dann stehen wir schutzlos da.  Schutzlos und für jede und jeden sichtbar. Dann gibt es kein Verstecken und Verkriechen mehr.

Doch endlich sind wir unserem Kerker entkommen; endlich sind wir frei!

Werden wir es wagen, unseren Wünschen, unserem Wunschleben zu begegnen?

Diese Frage wird sich jeder mutige Mensch mehrfach, vielfach, oft in seinem Leben stellen.

Wage ich einen Blick in die Höhle des Bären?
Oder – wird der Bär mich fressen?

Anders gefragt: Können wir dauerhaft zufrieden und glücklich weiterleben, wenn wir wissen, dass wir vor unsere eigentliche Aufgabe gestellt waren und gekniffen haben? – Obwohl wir alle Freiheiten besaßen!

Wollen wir nur Werkzeug sein? Ein Werkzeug, das nur freudlos, „irgendwie“, zum Nutzen anderer am Funktionieren gehalten wird?

Weiter, … immer weiter, immer weiter. Doch wohin nur? – Zu welchem Ziel? Zu welchem Zweck? Für wessen Nutzen? Zu wessen Wohlergehen?


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